Diakonie für Bielefeld gegründet
Evangelisches Johanneswerk und Kirchenkreis Bielefeld stellen Weichen für die Zukunft

Pastor Dr. Ingo Habenicht, Vorstandsvorsitzender des Ev. Johanneswerks, und Superintendentin Regine Burg, Evangelischer Kirchenkreis Bielefeld, bei der Unterzeichnung des Gesellschaftervertrages. Sie werden umringt von (von links) Pfarrer Hermann Rottmann (Diakoniebeauftragter des Kirchenkreises), Horst Haase (Mitglied im Kreissynodalvorstand), Burkhard Bensiek (Vorstand Ev. Johanneswerk) und Geschäftsführer Ronald Hampel (Ev. Gemeindedienst). Foto: Christian Weische
BIELEFELD - Nun ist es besiegelt: Das Evangelische Johanneswerk und der Evangelische Kirchenkreis Bielefeld haben die Gesellschaft „Diakonie für Bielefeld“ gegründet. Wie bereits im Sommer beschlossen, sind damit nun endgültig die Weichen gestellt für den Betriebsübergang des Vereins "Ev. Gemeindedienst" in eine gemeinnützige GmbH zum 1. Januar 2012.
Superintendentin Regine Burg betont nach Unterzeichnung des Gesellschaftervertrages: „Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen zum Wohle der Menschen in Bielefeld voranbringen.“ Pastor Dr. Ingo Habenicht, Vorstandsvorsitzender des Johanneswerks, fügt hinzu: „Jetzt kann es losgehen – im Interesse aller Menschen, die sich der Diakonie für Bielefeld anvertrauen. Und natürlich auch im Interesse aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Als Anbieter von vielfältigen sozialpflegerischen Hilfen ist der Ev. Gemeindedienst in Bielefeld bekannt und geschätzt. Hauptzielgruppen sind Kinder, Jugendliche und Familien mit Beratungs- und Hilfebedarf sowie Menschen ab 55 Jahren mit Beratungs-, Unterstützungs- und Pflegebedarf. Unter Leitung des Geschäftsführers Ronald Hampel engagieren sich rund 300 Hauptamtliche und etwa 200 Ehrenamtliche in der kirchlichen Sozialarbeit.
Umfangreiche Palette an Unterstützungsangeboten
Unter dem neuen Namen "Diakonie für Bielefeld" entfaltet sich auch künftig eine umfangreiche Angebotspalette. Sie umfasst erzieherische Hilfen, Jugend- und Familienhilfe, Pflegekindervermittlung, Angebote für Kinder inhaftierter Eltern, Schulsozialarbeit, den Offenen Ganztag an Schulen, eine Schulsozialstation, Stadtteileinrichtungen, Anlaufstellen für Erziehungs-, Familien- und Krisenberatung, Schwangeren- und Konfliktberatung, den Migrationsfachdienst, Begegnungs- und Servicezentren für Senioren (offene Altenhilfe), die Bahnhofsmission, drei Diakoniestationen und eine Palliativstation.
Das Ev. Johanneswerk als großer diakonischer Träger und der Evangelische Kirchenkreis Bielefeld sichern mit dem Wechsel der Rechtsform die Grundlage für die offene diakonische Arbeit. Im Rahmen von Leistungsverträgen übernimmt auch die neue Gesellschaft als Partner der Kommune sozialpflegerische Aufgaben.


