11.07.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Kirchenkreise, Landeskirche

Barrierefreier Kirchenkreis kommt weiter voran

Die Iserlohner Kreissynode diskutierte erste Ideen und richtete einen Projektfonds ein

Mit Superintendentin Martina Espelöer (links) führten Dorothea Ossenberg-Engels, Dagmar Speckmann, Jan Weinreich, Pfarrerin Martina Bergmann, Stefan Haacke, Birgit Hartig, Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier, Heidrun Brucke, Pfarrerin Ruth Hansen, Pfarrerin Margret Held, Sybille Mann, Leitende Schuldirektorin Friedeborg Steffenhagen und Pfarrer Hans Hallwass (von links) die Synodalen in das Thema - Barrierefreier Kirchenkreis - ein. Foto: Lars Klinnert

Mit Superintendentin Martina Espelöer (links) führten Dorothea Ossenberg-Engels, Dagmar Speckmann, Jan Weinreich, Pfarrerin Martina Bergmann, Stefan Haacke, Birgit Hartig, Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier, Heidrun Brucke, Pfarrerin Ruth Hansen, Pfarrerin Margret Held, Sybille Mann, Leitende Schuldirektorin Friedeborg Steffenhagen und Pfarrer Hans Hallwass (von links) die Synodalen in das Thema - Barrierefreier Kirchenkreis - ein. Foto: Lars Klinnert

ISERLOHN - Für eine bewusste Stärkung der geistlichen Kompetenz hat sich Superintendentin Martina Espelöer
auf der Synode des Kirchenkreises Iserlohn ausgesprochen. Das "Jahr der Taufe" habe bereits einen spirituellen Kontrapunkt zu bloßen Strukturdebatten gesetzt, sagte sie am Samstag (9. Juli) vor den rund 100 Synodalen.

Durch eine bewusste Sabbatkultur gemäß der jüdischen Tradition könnten Menschen zu gemeinsamer Ruhe finden, um nicht von immer neuen Projekten aufgerieben zu werden. Auch die Verzahnung von Diakonie und Gemeinde sei ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer profilierten Kirche. Um die Vielfalt gemeindlichen und übergemeindlichen Lebens zu bewahren, schlug sie vor, weitere Kooperationen einzugehen, die Gremienfülle zu reduzieren und Doppelstrukturen abzubauen. Espelöer: "Wir brauchen für die Zukunft nicht ein Mehr, sondern eine Vertiefung dessen, was wir ohnehin tun."

Als ein gemeinsames Projekt einer solchen inhaltlichen Vertiefung stand anschließend das Anliegen eines "Barrierefreien Kirchenkreises" im Zentrum. Bis zum Jahr 2017 sollen Projekte und Initiativen unterstützt werden, die das kirchliche Angebot im Blick  auf verschiedene Personenkreise weiter öffnen, für die bislang die normale und ungehinderte Teilnahme am kirchlichen Leben schwierig ist.

Dabei sei das Motto "Schwellen abbauen - Zugänge ermöglichen" in einem weiten Sinne zu verstehen. Es bezieht sich nicht nur auf bauliche, technische oder pädagogische Hilfen für behinderte, alte und pflegebedürftige Menschen. Vielmehr sollen darüber hinaus auch solche Gemeindeglieder in den Blick genommen werden, die in ihrer jeweiligen Lebenssituation von herkömmlichen kirchlichen Angeboten kaum angesprochen werden.

Die Synode beschloss, eine Projektgruppe einzurichten sowie einene Projektfonds in Höhe von 250.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Nun ist es an den Kirchengemeinden und sonstigen Einrichtungen, kreative Ideen zu entwickeln, wie sie sichtbare und unsichtbare Barrieren im kirchlichen Alltag abbauen können.
 
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