Reformprozess "Kirche mit Zukunft"
Die kirchlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahrzehnte, zum Beispiel Wertewandel, Traditionsabbruch und demografische Veränderungen, stellen die Evangelische Kirche von Westfalen vor neue Aufgaben.
Unsere Landeskirche hat deshalb einen umfassenden Reformprozess beschlossen. Dieser wurde im Jahr 2000 mit der Reformvorlage „Kirche mit Zukunft“ in der gesamten Landeskirche angestoßen. Seine Hauptinhalte sind das Selbstverständnis der Kirche, die Reform des Pfarrbildes, die Förderung von Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen und das Leitungshandeln auf allen Ebenen.
Die Erfahrungen und Entdeckungen in unserer Geschichte sind bleibende Anregungen für die Zukunftsgestaltung der Evangelischen Kirche von Westfalen, weil sie Teil unserer geschichtlichen Identität sind. Die aktuellen Herausforderungen und die Erwartungen unserer Mitglieder bestimmen die Reformen unserer Kirche mit.
Wir messen diese immer wieder an biblisch-theologischen Kriterien. Die Bekenntnisse der alten Kirche, bekräftigt durch die Grundaussagen der Reformation und der Theologischen Erklärung von Barmen, sind kritischer Maßstab für die Reformen einer „Kirche mit Zukunft“.
Der notwendige Dialog innerhalb der Kirche und das Gespräch mit gesellschaftlichen Gruppen können niemals beliebig sein, sondern müssen Positionen erkennbar machen. Die Kirche orientiert ihre Position am Wort Gottes, das mit seinem Wahrheitsanspruch weit über die Mitteilung religiöser Anschauungen hinausgeht und das im Leben der Kirche und der Menschen Gestalt gewinnt.
