Evangelische Kirche von Westfalen

Evangelisch in Westfalen: Glauben aus gutem Grund.

Logo der Evangelischen Kirche von Westfalen
10.03.10, Kategorie: Aktuelle Nachrichten

Religionen – friedlich oder aggressiv?

Herausforderungen für die Kirchen zur Überwindung von Gewalt

Einige der hochrangigen internationalen Tagungsgäste um Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller (hinten rechts) Foto: Bettina von Clausewitz

„Ohne Religion wäre die Welt friedlicher“ – solche Aussagen hört
man angesichts religiös motivierter Gewalttaten weltweit immer wieder. Können Religionen wirklich Konflikte verschärfen oder gar auslösen, oder wirken sie Frieden stiftend? Weiter gefragt: Kann das Recht auf Religionsfreiheit im Widerspruch zu anderen Menschenrechten stehen?

Eine hochrangig besetzte  internationale Tagung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) vom 8. bis 12. März ist diesen Fragen gewidmet, zu der auch ökumenische Gäste aus den Partnerkirchen von EKvW und VEM eingeladen sind. Darunter der Vorsitzende der Vereinigung indonesischer Kirchen, Dr. Andreas Yewangoe, die Stellvertretende Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, Dr. Margaretha Hendricks aus den Molukken, der Vorsitzende der Methodistischen Kirche von Sri Lanka, Pfarrer Ebenezer Joseph, der Islamdozent Pfarrer Abel Msuya aus Tanzania und Prof. Din Syamsuddin als Vertreter einer namhaften islamischen Organisation in Indonesien.

40 Fachleute diskutieren zum Thema Menschenrechte

Insgesamt kommen mehr als 40 Fachleute aus Kirchen in Europa, Asien und Afrika miteinander ebenso wie mit verantwortlichen Vertretern des Islam ins Gespräch, darunter zum Beispiel auch der Dialogbeauftragte der Türkisch-Islamischen Union, Bekir Alboga, und der Menschenrechtsexperte Professor Heiner Bielefeldt aus Erlangen.

Um die Situation in Deutschland und den interreligiösen Dialog vor Ort kennen zu lernen, ist der Mittwoch Exkursionen nach Köln, Marl und Duisburg gewidmet. Am Donnerstag, den 11. März, diskutiert der westfälische Präses Alfred Buß mit Kirchenleuten aus Indonesien und Tansania über die Anforderungen an den Staat als Garant für Religionsfreiheit. (Bettina von Clausewitz)



Matthias Surall, Studierendenpfarrer in Paderborn. Foto: ESG Paderborn

Ich bin gerne Mitglied der Evangelischen Kirche von Westfalen, weil junge Erwachsene sie in ihren Studierendengemeinden so erleben können: als Anlaufstelle, Experimentierfeld und Ankerplatz unter protestantischer Flagge und mit ökumenisch-internationalem Horizont für die spirituelle Sehnsucht nach mehr und anderem als dem, was sich immer nur rechnen und auszahlen muss.

Matthias Surall, Pfarrer der Evangelischen Studierendengemeinde Paderborn

Evangelische Kirche von Westfalen, Landeskirchenamt - Altstädter Kirchplatz 5 - 33602 Bielefeld
Fon (Zentrale): 0521 594-0 - Fax (Zentrale): 0521 594-129 - Landeskirchenamt@lka.ekvw.de - Impressum