Ob Dauerbrenner oder akute Themen: Als westfälische Landeskirche beziehen wir Position. Auch zu »heißen Eisen«.
Lebensmittel nicht verheizen und nicht verramschen

Was sagt die Kirche zur Energiegewinnung aus Getreide?

Erklärung der drei evangelischen Landeskirchen in NRW zum Verbrennen von Getreide zur Energiegewinnung

Wir brauchen Brot für die Welt und nicht Brot für den Ofen. Dem Korn, aus dem das tägliche Brot entsteht, begegnen wir mit der Wertschätzung, die Lebensmittel verdienen. Wenn sie verheizt werden, hat das eine verheerende symbolische Wirkung. Das schadet am Ende uns allen.

Deshalb sagen wir Nein zu politischen Erwägungen, Getreide als Regelbrennstoff zuzulassen und dafür sogar gezielt Anbauflächen auszuweisen. Denn Energieprobleme lassen sich so nicht lösen. Wir werden unseren hohen Bedarf an Energie nur zu einem kleinen Teil aus nachwachsenden Rohstoffen decken können.

Ein großflächiger Anbau würde Flächen blockieren, die besser für eine extensive Wirtschaft genutzt werden sollten. Zudem wäre die Umweltbilanz negativ: Zu den Kohlendioxid-Emissionen bei der Verbrennung müssen auch noch die Belastungen bei der Produktion und durch Pestizide und mineralische Düngemittel gerechnet werden.

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