Was sagt die Kirche zum Konflikt im Nahen Osten?

Auf beiden Seiten des israelisch-palästinensischen Konflikts gibt es Kräfte, die an einer friedlichen Lösung der Situation arbeiten möchten. Die konstruktiven Ansätze vergangener Verhandlungsprozesse sollten hierfür aufgegriffen werden. Die besondere Schwierigkeit besteht darin, dass beide Völker das Land als Heimat verstehen und große Teile ihrer religiösen Identität damit verknüpfen.

Erschwerend kommt hinzu: ein typisches Merkmal der Religion ist die enge Verflechtung von religiösen und politischen Fragen. Zu betonen ist einerseits die ökonomisch schlechte Situation der Palästinenser, andererseits auch die durch latente Terrorandrohungen und konkrete Anschläge gefährdete Sicherheit der israelischen Bevölkerung. Eine Schlüsselrolle im Konflikt spielt die Stadt Jerusalem. Eine Forderung der Palästinenser lautet, dass die Souveränität der Stadt geteilt werden soll. Gleichzeitig besitzt Jerusalem einen enorm hohen Stellenwert für alle drei monotheistischen Weltreligionen.

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) unterstützt Menschen und zivilgesellschaftliche Gruppen, die sich auf beiden Seiten für eine friedliche Lösung des Konflikts einsetzen. Dafür müssen die verbindenden Friedenselemente der beteiligten Glaubensrichtungen herausgestellt werden.

Die EKvW möchte Menschen einladen, sich fernab von gängigen Vorurteilen und Ressentiments in den Konflikt hineinzudenken. Sie ermöglicht daher Begegnungen und ökumenische Beziehungen zwischen Menschen aus Deutschland und dem Heiligen Land. Hierzu zählt auch die Förderung des Kontakts zwischen Israelis und Palästinensern, der außerhalb des Krisengebiets etabliert werden soll.

Besonderer Schwerpunkt ist zudem die christliche Schularbeit in Israel/Palästina. Hierzu gehören auch Partnerschaften zwischen Schulen in Westfalen und im Heiligen Land. Das Engagement der EKvW ist auch vor dem Hintergrund der Dekade zur Überwindung der Gewalt zu sehen.

Israel - Palästina - Frieden im Nahen Osten. Materialien für den Dienst 3|2003 (pdf)

 
 
 
 
Israel und Palästina
 

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