Sterbende begleiten
Ein Mensch, dem wir in der Familie oder in der Gemeinde verbunden sind, sollte auch in den schweren Zeiten der Krankheit und des Sterbens von uns begleitet werden.
Dies geht uns sehr nahe und erscheint uns als eine Aufgabe, die über unsere Kräfte geht, bei der wir aber die Kniff Gottes erfahren können.
Zeit für Nähe
Gut ist es, wenn Sterbende - so lange wie möglich - in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Es hilft ihnen, wenn wir ihre Wünsche erspüren und respektieren.
Am wichtigsten ist es, dass wir uns Zeit für sie nehmen und sie unsere Nähe spüren lassen, etwa indem wir ihre Hand halten. Gesten der Zuwendung sind oft hilfreicher als viele Worte. Unwichtiges oder Belastendes sollte von Sterbenden ferngehalten werden.
Sterben: Erkennen und annehmen
Fragen Sterbende nach dem Ernst ihrer Krankheit, dürfen wir darüber behutsam sprechen, ohne zu verharmlosen. Dass es nach menschlichem Ermessen ans Sterben geht, ist nicht eine "Wahrheit", die man sagt oder verschweigt, sondern ein Weg des Erkennens und Annehmens, auf dem wir ein Stück mitgehen und einander ermutigen können. Auch sei hingewiesen auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Abendmahlsfeier.
Trost zusprechen
Auch wenn Sterbende nicht mehr bei Bewusstsein zu sein scheinen, können sie uns vielleicht noch deutlich hören, besonders wenn wir ihnen bekannte Bibelworte oder Liedstrofen zusprechen bzw. singen. Geeignete Texte finden sich u.a. im Evangelischen Gesangbuch.



