Archiv, Landeskirchliches Archiv
Das Landeskirchliche Archiv der EKvW sammelt Dokumente von Landessynode, Kirchenleitung und Landeskirchenamt, der Landeskirchlichen Ämter und Einrichtungen, der Archive der Kirchenkreise und -gemeinden sowie deren Ämter, Verbände und kirchliche Werke. Neben diesen Beständen, die beim Träger verwahrt oder im Landeskirchlichen Archiv deponiert werden, übernimmt es Nachlässe und verfügt über eine eigene Bibliothek.
Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Archivpflege. Eng arbeiten ehrenamtlich tätige Gemeinde- oder Kreissynodalpflegerinnen und -pfleger mit den Sachbearbeiterinnen und Sachberabeitern des Landeskirchlichen Archivs zusammen. Ein breites Spektrum nimmt die wissenschaftliche Nutzung des Archivs ein. Auch genealogische Anfragen sind häufig.
Das Landeskirchliche Archiv verfügt über mehr als 270 Bestände, darunter 847 Urkunden aus der Zeit seit 1235. Es handelt sich vorwiegend um Unterlagen aus der provinzial- und landeskirchlichen Verwaltung seit 1815.
Daneben gibt es noch ca. 40 Nachlässe von kirchlich bedeutenden Persönlichkeiten u.a. Hans Ehrenberg, Präses Karl Koch, Johannes Kuhlo und Präses Ernst Wilm. Überregionale Bedeutung haben die Sammlung Wilhelm Niemöller zum Kirchenkampf und die Sammlung Kurt Gerstein. Für die Familienforscher werden die Mikrofiches der Kirchenbücher sämtlicher Kirchengemeinden von Westfalen bereitgehalten.
Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen definiert sich das Landeskirchliche Archiv als
- Institut der kirchlichen Archivpflege
- Archiv der Landeskirche
- "Agentur" der westfälischen Kirchengeschichtsforschung und kirchlichen Denkmalspflege.
Das Landeskirchliche Archiv gibt folgende Publikationen heraus
- Archivmitteilungen der Evangelischen Kirche von Westfalen (jährlich)
- Schriften des Landeskirchlichen Archivs (seit 1995)
- Archivnachrichten Augias Net. Das Nachrichtenportal des Archivwesens (www.archivnachrichten.de)
Ferner fungiert das Landeskirchliche Archiv als Geschäftsstelle der Kommission für kirchliche Zeitgeschichte für Westfalen und arbeitet mit dem Verein für Westfälische Kirchengeschichte zusammen.




