Superintendent Klaus Majoress. Foto: Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg

Ich bin Mitglied der Evangelischen Kirche, weil ich in ihr meine Heimat und viele gute Freunde gefunden habe.

Klaus Majoress, Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg

04.03.10, Kategorie: Aktuelle Nachrichten

Verletzungen aufnehmen und Hoffnung vermitteln

Ute Weinmann Pfarrerin der Telefonseelsorge Bielefeld-OWL

Pfarrerin Ute Weinmann. Foto: Andreas Darkow

Im Laufe der Jahre engagierte sich die Theologin beim Schichtdienst am Telefon und zusätzlich in der Begleitung der anderen Ehrenamtlichen. Die treffen sich auch nach ihrer zweijährigen Ausbildung regelmäßig, um sich über ihre Erfahrungen während ihrer Schichten auszutauschen und Probleme und Fragen zu besprechen. Diese Aufgaben behält sie trotz ihres neuen Leitungsamtes bei.

Ute Weinmann schätzt die Arbeit der theologischen „Laien“ sehr. Mehr noch als „professionelle“ Seelsorgerinnen und Seelsorger ließen sie sich von den Anliegen und Sorgen der Anrufenden berühren. „Als Telefonseelsorge wollen wir für die Menschen ein offenes Ohr haben; ihre Verletzungen aufnehmen und ihnen Hoffnung vermitteln."

Zahl der missbräuchlichen Anrufe gestiegen

Allerdings habe auch die Zahl der missbräuchlichen Anrufe zugenommen. Scherzanrufe und expressive Gewalt seien nichts Ungewöhnliches. Hier sieht Ute Weinman ihre Aufgabe darin, die Ehrenamtlichen für den Umgang mit solchen Situationen zu schulen: „Sie bewegen sich auf einem Grat zwischen Offenheit einerseits und der nötigen Abgrenzung andererseits – das ist nicht leicht durchzuhalten“.

Eine weitere Beobachtung hat Ute Weinmann gemacht: die Telefonseelsorge Bielefeld-OWL verzeichnet überdurchschnittlich viele Anrufe von Menschen mit psychischen Problemen und Erkrankungen. Das erkläre sich aus den vielen Einrichtungen, die Bielefeld als „Hauptstadt der Diakonie“ für solche Menschen bereithalte.

"Wir können keine Therapie ersetzen"

„Wir können keine Therapie ersetzen“, erklärt die Seelsorgerin, „unsere Aufgabe besteht darin, den Menschen den nächsten Impuls für ihren Tagesablauf zu geben. Für einen Depressiven ist es schon viel, wenn er sich nach dem Telefonat eine Tasse Tee kocht“.

Pfarrerin Ute Weinmann wird am Freitag, 12. März, in einem Gottesdienst in der Pauluskirche, Paulusstraße 22, in das Amt der Leiterin der TelefonSeelsorge Bielefeld-OWL eingeführt. Im Anschluss findet in Haus der Kirche, Markgrafenstraße 7, ein Empfang statt.

Mitmachen

Wer sich für die Mitarbeit in der TelefonSeelsorge Bielefeld-OWL interessiert, kann sich telefonisch unter (05 21) 6 77 42  oder im Internet unter www.telefonseelsorge-bielefeld-owl.de über diese Tätigkeit informieren.


 
 
 
 
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