Superintendent Klaus Majoress. Foto: Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg

Ich bin Mitglied der Evangelischen Kirche, weil ich in ihr meine Heimat und viele gute Freunde gefunden habe.

Klaus Majoress, Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg

01.03.10, Kategorie: Aktuelle Nachrichten

Schuldnerberatung geht in die Schulen

Damit Schulden erst gar nicht entstehen, geht die Schulden-Prävention der Diakonie jetzt an Schulen

Marcel Volk (links) zeigt Schülern, wie man den Überblick über die Haushaltskasse und das eigene Konto behält. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter

In der Regel steht die Schuldnerberatung am Ende einer langen Kette von unverschuldeten Notlagen oder Schicksalsschlägen. Manchmal sind auch fehlende Erfahrung, leichtsinnig abgeschlossene Verträge oder der unbedarfte Umgang mit Geld die Ursache von Schulden, die sich anhäufen.

avon sind besonders Jugendliche und junge Erwachsene betroffen. Damit Schulden gar nicht erst entstehen, beginnt die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. bereits in den Schulen mit ihrer Arbeit.

Im Umgang mit Geld sensibilisieren

Gefördert durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen arbeitet Marcel Volk als Sozialarbeiter mit Schülern der 9. und 10. Klassen an Themen rund ums Geld. Ziel ist es, die Schüler im Umgang mit Geld zu sensibilisieren. „Neben den Verpflichtungen und Gefahren soll ihnen vor allem deutlich werden, wie wichtig es ist, den Überblick über den eigenen Haushalt und die Ausgaben zu behalten“, sagt Volk.

Anhand realistischer Beispiele stellen die Schüler gemeinsam einen Haushaltsplan auf. Was ist zum Beispiel bei der ersten eigenen Wohnung, dem Kauf eines Gebrauchtwagens, einem Handyvertrag oder dem ersten eigenen Konto zu beachten? Welche Kosten kommen auf einen zu? Marcel Volk macht den Schülern immer wieder eines deutlich: der Weg ins eigene Leben muss finanziell geplant werden.

Zwölf Prozent der Jugendlichen sind verschuldet

Und er verdeutlicht mögliche Konsequenzen, wenn es nicht gelingt, Haus zu halten. „Hohe Handykosten, Freizeitgestaltung oder Markenklamotten sind dabei Ansatzpunkte für die gemeinsame Arbeit“, so der Schuldnerberater. Mit ihm diskutieren die Schüler über notwendige Ausgaben, Sparmöglichkeiten und die Folgen von Verschuldung, aber auch über Auswege und mögliche Ansprechpartner.

Nach Studien der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) sind bereits zwölf Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 24 Jahre verschuldet. Tendenz steigend. Durchschnittlich haben sie bei Banken, Freunden und Familie ein Minus von 1800 Euro.


 
 
 
 
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