Superintendent Klaus Majoress. Foto: Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg

Ich bin Mitglied der Evangelischen Kirche, weil ich in ihr meine Heimat und viele gute Freunde gefunden habe.

Klaus Majoress, Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg

23.02.10, Kategorie: Aktuelle Nachrichten

Kirche soll im Dorf bleiben

Die Evangelische Kirchengemeinde Uffeln zeigt sich mutig und hat große Pläne

Volles Haus: Viele Gemeindeglieder interessierten sich für die Zukunftspläne. Foto: Kirchenkreis Vlotho

Die Evangelische Kirchengemeinde Uffeln will von der Stadt Vlotho das Kirchengebäude und den Friedhof übernehmen. Damit sollen die rund 15.000 Euro Miete gespart werden, die bisher von der Gemeinde jährlich an die Stadt entrichtet werden. Für Renovierung und Umgestaltung will man 500.000 Euro ausgeben.

In einer Gemeindeversammlung in Vlotho-Uffeln wurden nun Einzelheiten vorgestellt. Dazu stimmte Pfarrerin Renate Wefers als Bäckerin mit Schürze, Küchenwaage und Nudelholz symbolisch in die Versammlung ein: „Wir müssen sehen, dass wir es gebacken bekommen.“

Ist die Kirche Sahnehäubchen oder lebensnotwendig?

„Ist die Kirche hier im Dorf nur das Sahnehäubchen, eine Location für Trauungen, oder ist sie etwas Lebensnotwendiges?“, fragte Gemeindepastorin Renate Wefers und gab auch gleich die Antwort: „Sie alle, die Sie gekommen sind, wissen, dass es um etwas Lebensnotwendiges geht.“

So liest es sich auch in der Gemeindekonzeption, die auf der Versammlung vorgelegt wurde: "Die Gemeinde braucht einen sichtbaren Ort. Wir übernehmen die Verantwortung für das Kirchengebäude, in dem seit 1972 Gottesdienste gefeiert, Kinder getauft und Jugendliche konfirmiert werden und für den Ort, an dem unsere Toten begraben sind.“

Stadt Vlotho hat vorerst keine Investitionen geplant

Die Finanzierung des ehrgeizigen Vorhabens sei mit den eingesparten Mitteln möglich, berichteten Friedrich Distelhost und Gerhard Schröder vom Bau-Ausschuss der Kirchengemeinde. Nach ersten Berechnungen könnten nach der geplanten Übernahme des Friedhofes die Gebühren sogar um bis zu 20 Prozent gesenkt werden.

Schröder berichtete, die Stadt Vlotho habe nach seinen Informationen bis 2013 keine Investitionen in Kirche und Friedhof eingeplant. Einzige denkbare Alternative zum Kauf wäre für die Kirchengemeinde die Erweiterung des Gemeindehauses. Auch hierfür sollen in den nächsten Wochen die Kosten ermittelt werden.


 
 
 
 
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