Superintendent Klaus Majoress. Foto: Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg

Ich bin Mitglied der Evangelischen Kirche, weil ich in ihr meine Heimat und viele gute Freunde gefunden habe.

Klaus Majoress, Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg

18.02.10, Kategorie: Aktuelle Nachrichten

"Geben Sie Ihre Besten!"

Vertreter der drei Landeskirchen in NRW dankten den Autorinnen und Autoren der Verkündigungssendungen beim WDR

Packender Appell von Nikolaus Schneider, Präses der rheinischen Landeskirche. Foto: EKvW

"Ich höre Ihnen allen sehr gerne zu!" Mit diesem Kompliment beendete Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, sein Statement vor den Autorinnen und Autoren der Verkündigungssendungen des WDR. Die waren der Einladung, die Schneider zusammen mit Präses Alfred Buß (Evangelische Kirche von Westfalen) und Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann (Lippische Landeskirche) ausgesprochen hatte, in die Räume der KD-Bank in Dortmund gefolgt.

Zuvor hatte Schneider seine Erwartungen an die Autoren skizziert: Mit kritischer Loyalität zur Kirche gelte es, "die Botschaft lebensnah rüberzubringen". Dabei sei es wichtig, aus der Differenz des Evangeliums heraus zu sprechen und nicht das zu sagen, was alle anderen auch schon gesagt haben.

Schneider: Der biblische Bezug muss erkennbar sein

Der rheinische Präses forderte die Autoren auf, den Hörerinnen und Hörern authentisch und spirituell Orientierung zu bieten. Das Wort Gottes solle mitten in der Wirklichkeit der Menschen zur Sprache kommen. "Der biblische Bezug muss in der Rundfunk-Verkündigung erkennbar sein", so Schneider.

Insgesamt sei die Rundfunkarbeit der Kirchen eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit und Interesse zu erzeugen und dadurch die Mehrzahl der Zeitgenossen zu erreichen.

Quecke: Kirchliche Medienarbeit lohnt sich!

Florian Quecke, Programmchef von WDR5, unterstrich ebenfalls die Bedeutung der kirchlichen Medienarbeit und forderte die Repräsentanten der drei Landeskirchen auf: "Geben Sie dafür Ihre Besten!"

An die Autorinnen und Autoren gerichtet appellierte er daran, verständlich zu bleiben und die komplizierte Welt von Kirche und Glaube in die Alltagssprache zu übersetzen ohne die Botschaft preiszugeben. "Haben Sie den Mut, Stellung zu gesellschaftlichen Fragen zu beziehen", forderte Quecke, denn "hier gibt es noch Spielraum für Sie".

Sinn, Glauben und Werte vermitteln

Kirchliche Rundfunkarbeit könne das leisten, wozu weder Programmmacher noch Politik imstande seien, nämlich Sinn, Glauben und Werte zu vermitteln.

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