"Alles, was Atem hat, lobe Gott"
Weltweite Solidarität: Weltgebetstag unterstützt Menschen in Haiti und Kamerun
Am Freitag, 5. März, wird weltweit der Gottesdienst zum Weltgebetstag (WGT) gefeiert. Er wurde von Frauen aus Kamerun vorbereitet und steht unter dem Titel „Alles, was Atem hat, lobe Gott“.
amerun, das aufgrund seiner geographischen, klimatischen, ethnischen und kulturellen Vielfalt auch „Afrika im Kleinen“ genannt wird, ist ein spannungsvolles Land. Es ist reich an Bodenschätzen, dennoch lebt ein großer Teil der jungen Bevölkerung in Armut. Korruption zieht sich durch den Alltag. Die Landwirtschaft und der informelle Sektor, mit Arbeitsbedingungen ohne jegliche soziale Absicherung, bestimmen das Leben in Kamerun.
Gerade in schweren Zeiten Gott loben
Trotz dieser Schwierigkeiten weisen die Kamerunerinnen in ihrer Gottesdienstordnung darauf hin, dass immer, gerade auch in schweren
Zeiten, hilfreich und bestärkend ist, Gott zu loben. Für viele Menschen in Deutschland ist das eine neue und ungewöhnliche Sichtweise, von der sie sich inspirieren lassen können.
Neben Projekten in Kamerun werden von der Kollekte, die am Weltgebetstag eingesammel wird, auch die Menschen in Haiti unterstützt.
Für die Menschen in Haiti beten und handeln
„Angesichts der Erdbebenkatastrophe in Haiti verbinden wir uns in Handeln und Beten mit den Menschen dort“, sagte Petra Heilig, Geschäftsführerin und theologische Referentin des Deutschen Weltgebetstagskomitees e.V. Der Weltgebetstag wird in Haiti vor allem mittelfristige Projekte unterstützen, da nach der ersten Welle der Hilfsbereitschaft die Unterstützung für
Katastrophenregionen erfahrungsgemäß nachlasse.
Bereits seit 1975 bestehen enge Kontakte des Deutschen WGT-Komitees zu Frauenorganisationen in Kamerun. Seitdem wurden 96 Frauen-Selbsthilfeprojekte mit insgesamt rund 1.120.000 Euro in vielen Regionen Kameruns gefördert.
Gleichstellungsgesetz noch nicht in der Realität angekommen
Frauen und Mädchen übernehmen in Kamerun 80-90 Prozent der Lebensmittelversorgung für die Familie oder auch als Straßenhändlerin. Auch Akademikerinnen haben häufig keine Chance, ihre Kompetenz in einem ausbildungspassenden Beruf zu zeigen. Zwar gibt es seit 1994 das Gesetz der Gleichstellung von Mann und Frau, doch die Realität sieht oft anders aus.
Der Weltgebetstag ist eine große ökumenische Basisbewegung. Er wird weltweit in über 170 Ländern jedes Jahr am 1. Freitag im März von vielen christlichen Konfessionen gefeiert. Allein in Deutschland
beteiligen sich jedes Jahr rund eine Million Frauen, Männer und Kinder an den Gottesdiensten.
Weitere Infos: www.weltgebetstag.de




