Ein gutes Gespräch, ein offenes Ohr, eine liebevolle Geste, Zeit.
Seelsorge hat viele Gesichter.
Krankenhausseelsorge

Menschen in Krankheit beistehen und begleiten

Reden - wo es die Sprache verschlägt. Abschied - wo trennen schwer fällt. Leben - wo Krankheit, Schmerz und Sterben sind. Schweigen - ohne zu verstummen.

Evangelische Krankenhausseelsorgerinnen und Krankenhausseelsorger sind Begleiterinnen und Begleiter in der Lebens- und Arbeitswelt »Krankenhaus«; Männer und Frauen, die den Menschen im Krankenhaus anbieten, mit ihnen über das zu sprechen, was sie bewegt:

  • die Krankheit als Lebenskrise erfahren,
  • deren Leben bedroht ist,
  • die sterben,
  • die geheilt sind,
  • die sich über eine Geburt freuen,
  • die Krankheit, Genesung oder Sterben ihrer Angehörigen miterleben.

Sie versuchen, Menschen beizustehen und zu begleiten. Das geschieht häufig durch Gespräche. Wenn man sich aussprechen kann, klären sich die unterschiedlichsten Gefühle, wie Hoffnungslosigkeit, Zorn und Angst.

Seelsorge geschieht auch in Gottesdiensten, Andachten, Abendmahlsgemeinschaften, Krankensegnungen und Aussegnungen von Verstorbenen. Diese Feiern bieten die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich mit der Situation, mit sich selbst und mit Gott auseinanderzusetzen. 

Krankenhausseelsorge wendet sich auch an alle, die im Krankenhaus arbeiten, die einen Gesprächspartner suchen, weil sie sich immer wieder Grenzsituationen des Lebens stellen müssen und häufig unter großer Belastung stehen.

Das moderne Krankenhaus erfordert von den Frauen und Männern, die dort in der Seelsorge arbeiten, besondere Qualifikationen. Sie müssen vertraut sein mit den seelischen Auswirkungen von ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern und mit den medizin-ethischen Problemen (z. B. Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch, Organtransplantation, Intensivmedizin, künstliche Befruchtung, Gentechnologie).

Sie haben in der Regel über den Pfarrberuf hinaus eine zusätzliche Ausbildung, zum Beispiel in »klinischer Seelsorge«, Beratung, Gesprächstherapie oder »Supervision«. Das wird in manchen Krankenhäusern genutzt, etwa für die innerbetriebliche Fortbildung des Klinikpersonals oder beim berufsethischen Unterricht an Krankenpflegeschulen.

Seelsorge ist keine Fachdisziplin des Krankenhauses. Aber sie wirkt am Heilungsprozess der Menschen mit, die dort eingeliefert werden. Die Seelsorge ist auf den Austausch und die Kooperation mit allen Berufsgruppen in der Klinik angewiesen und sie hilft bei Kontakten nach draußen.

Im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen arbeiten derzeit etwa 130 Frauen und Männer in der Krankenhausseelsorge. Zusammengeschlossen sind sie im »Konvent der Krankenhausseelsorge«.

Ihre Ansprechpartnerin:
Pfarrerin Dr. Friederike Rüter

Pfarrerin Dr. Friederike  Rüter

Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung

Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte

Telefon: 02304 / 755-153

Kontakt per E-Mail
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Ihr Ansprechpartner:
Pfarrer Matthias Mißfeldt

Pfarrer Matthias  Mißfeldt

Konvent der ev. Krankenhausseelsorge Westfalen / Knappschaftskrankenhaus Dortmund Brackel

Wieckesweg 27
44309 Dortmund

Telefon: 0231 922-1997

Kontakt per E-Mail

Aktuelles

Der Konvent der Krankenhausseelsorge in Westfalen hat einen neu (wieder-)gewählten – aber verkleinerten – Vorstand.
Zur jährlichen Vollversammlung des Konvents der Krankenhausseelsorge in Westfalen waren Seelsorgerinnen und Seelsorger aus ganz Westfalen in Haus Villigst/Schwerte zusammengekommen.