Die Evangelische Kirche von Westfalen unterstützt viele Menschen durch
 aktive und zielgerichtete Beratung und Begleitung.
Radwegekirchen

Ein spirituelles Angebot für Vorbeifahrende

Der Radtourismus ist zu einem wirtschaftlich wie kulturell wichtigen Faktor geworden und wird weiter an Bedeutung gewinnen. Radwegekirchen begegnen diesem Trend mit einem spirituellen Angebot - für Vorbeifahrende.

Derzeit gibt es über 80 Radwanderwege zwischen Rhein und Weser, viele davon im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen. So zum Beispiel der Ruhrtalradweg oder die Westmünsterland-Tour. Nicht selten führen diese und andere Radwanderwege an zahlreichen Kirchen vorbei, von denen viele auch wochentags geöffnet sind.

Im Rahmen des Netzwerks Radwegekirchen in der Evangelischen Kirche von Westfalen unterstützt das Amt für missionarische Dienste Gemeinden, die über eine Öffnung ihrer Kirche als Radwegekirche nachdenken, sowie Gemeinden, deren Kirche bereits wochentags geöffnet ist, durch verschiedene Angebote.

Wenn Sie als Kirchengemeinde darüber nachdenken, Ihre Kirche als Radwegekirche zu öffnen, können Sie sich kostenfrei vom Amt für missionarische Dienste beraten lassen. Die Palette reicht von einer Erstberatung zum Thema Radwegekirchen über eine Beratung zur Nutzung einer bereits offenen Kirche als Radwegekirche, Workshopszu Themen der Radwegekirche und Infoabende zur Gewinnung von Mitarbeitenden für die Radwegekirche.

Das Signet »Radwegekirchen«

Zur Radwegekirche wird eine Kirche dann, wenn sie sich an der Route eines Radwanderweges befindet (bis ca. 500 m Entfernung) und die Kirchengemeinde oder eine Initiative die damit verbundenen Aufgaben übernimmt und das Signet verliehen worden ist.

Das Signet (inklusive Schild für die Öffnungszeiten) wird auf Antrag beim Amt für missionarische Dienste kostenlos verliehen. Um als Kirchengemeinde das Signet »Radwegekirchen« zu erhalten, ist die Kirche vom 1. April bis 30. September an mindestens fünf Tagen in der Woche für je vier Stunden zu öffnen.

Zusätzlich sind Informationen über die Kirche und aus dem Gemeindeleben für Besucherinnen und Besucher auszulegen. Mögliche Angebote sind darüber hinaus:

  • Geistliche Begleitung, Gelegenheit zur Seelsorge, Kirchenführungen
  • Bänke und Tische für eine Rast sowie Fahrradständer
  • Zugang zu Trinkwasser und Toiletten
  • Auskünfte und Informationen zu Wegeverlauf, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten, Fahrradwerkstätten und Ähnliches

Kirchen, die bereits ein Signet »verlässlich geöffnete Kirche« besitzen und an einem Radweg liegen (bis 500 m Entfernung) können ihr Signet kostenlos gegen das Signet »Radwegekirchen« umtauschen.

Radwegekirchen - ein spirituelles Angebot

Dabei spielen die geöffneten Kirchen - wie zahlreiche Gespräche und Einträge in ausliegenden Gästebüchern der Kirchen zeigen - für Radtouristen in vielfältiger Weise eine Rolle:

  • Menschen sind im Urlaub insgesamt besonders offen für geistliche Impulse. Reisen und Religion sind  – wie der parallele Trend zum Pilgern bestätigt – von alters her vertraute Geschwister.
  • Durch die entschleunigte, naturnahe Fortbewegung wird eine andere innere Haltung vermittelt. Radreisende sind sensibilisiert für die Wahrnehmung besonderer Orte und Räume.
  • Kirchen werden gerne und vermehrt als »geistliche Raststätten für die Seele« angenommen und aufgesucht.
  • Es gibt im Kontext der aktuellen Popularität des Pilgerns auch ein von Radfahrern artikuliertes Bedürfnis nach Radwegen mit vernetzten geistlichen Stationen.

Ihr Ansprechpartner:
Andreas Isenburg

 Andreas  Isenburg

Pfarrer
Amt für missionarische Dienste

Olpe 35
44135 Dortmund

Telefon: 0231 5409-60

Kontakt per E-Mail

Link

Weitere Informationen zum Netzwerk Radwegekirchen finden Sie unter www.netzwerk-radwegekirchen.de

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