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Westfälische Landessynode nach zwei Online-Sitzungstagen beendet

Klimaschutzgesetz, Haushalt und Wahlen

synodeAKTUELL Nr.6

Nach zwei Sitzungstagen, die ausschließlich in digitaler Form stattfanden, ging am Samstagabend die Herbsttagung der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zu Ende. Die Plenumssitzungen konnten dabei per Livestream auch öffentlich verfolgt werden. Intensive Beratungen erfolgten online zwischenzeitlich auch in den unterschiedlichen Synodenausschüssen.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem Wahlen. Neues nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung wurde der Plettenberger Unternehmer Peter Winkemann. Er folgt auf die Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes Silke Eilers, die ihr Mandat aus persönlichen Gründen zurückgegeben hatte. In den Ständigen Ausschuss für politische Verantwortung wurde Benjamin Rauer (MdL) gewählt.

Zudem hat die Synode das Klimaschutzgesetz der Evangelischen Kirche von Westfalen beschlossen. Es führt die Entscheidungen vorangegangener Synodentagungen zu einer Klimakonzeption fort und legt unter anderem eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis Ende 2035 auf 10 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 für kirchliche Körperschaften und Einrichtungen verbindlich fest.

Einer der Schwerpunkte der Synodenberatungen lag, wie traditionell auf jeder Herbsttagung, auf der Befassung mit Themen aus den Bereichen Haushalt und Finanzen. So verabschiedete das oberste Gremium der westfälischen Landeskirche den Haushalt für das kommende Jahr 2023. Er geht von einem erwartete Kirchensteueraufkommen von insgesamt rund 520 Millionen Euro aus. Gut 313 Millionen davon gehen als Zuweisung an die Kirchenkreise, rund 100 Millionen fließen in gesamtkirchliche bzw. landeskirchliche Aufgaben, der Rest wird für landeskirchliche Aufwendungen für die Pfarrbesoldung sowie auch die Zuweisung für den EKD-Finanzausgleich verwendet.

Besprochen wurde auch, künftig gezielt Mittel für innovative Projekte vorzusehen, insbesondere für Prozesse der Organisationsentwicklung und der Transformation kirchlicher Strukturen. Der juristische Vizepräsident der Landeskirche Arne Kupke kündigte bei der Einbringung des Haushalts die Notwendigkeit eines harten Sparkurses an. Grund dafür sei vor allem eine dramatisch fortschreitende Inflation.

Dass die Evangelische Kirche von Westfalen sich weiterhin für die Hilfe und Begleitung von Geflüchteten einsetzen wird, machte die Präses der EKvW Annette Kurschus in ihrer Replik auf den Staatssekretär im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Lorenz Bahr deutlich. Der hatte in einem Grußwort an die Synode seitens der

Landesregierung um weitere Unterstützung der Kirche bei der Flüchtlingshilfe gebeten. „Seien Sie gewiss: Die Evangelische Kirche von Westfalen wird sich auch in diesem Winter – wie bereits in allen Jahren seit 2015 – nicht wegducken, wenn es um Nächstenliebe und Gastfreundschaft für Menschen in Not geht“, so die Zusage der westfälischen Präses.

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Datum: 19.11.2022