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Fachtag Musliminnen und Muslime in der Seelsorge

Wer kümmert sich um die muslimische Seele?

Rund 100 Interessierte christlichen und muslimischen Glaubens trafen sich am 3. Juli 2017 in Haus Villigst in Schwerte, um im Rahmen eines westfälischen interreligiösen Fachtags das Thema »Wer kümmert sich um die muslimische Seele? – Musliminnen und Muslime in der Seelsorge« zu betrachten.

Nach inspirierenden Impulsen von Prof. Dr. Abdelmalek Hibaoui und Prof. Dr. Traugott Roser sowie intensiven Begegnungen in praxisfeldbezogenen thematischen Workshops war das Fazit von Veranstaltern und Teilnehmenden einhellig: Es lohnt sich, den begonnenen Dialog im Bereich der Seelsorge weiter zu führen und zu vertiefen.

Eingeladen hatten Pfarrer Ralf Lange-Sonntag (Evangelischen Akademie Villigst im Institut für Kirche und Gesellschaft) und Pfarrerin Helga Wemhöner (Fachbereich Seelsorge im Institut für Aus-, Fort-, und Weiterbildung).

Die Diskussionen des Tages zeigten viele ähnliche Zugänge beider Religionen auf. Im Hauptvortrag unterstrich Prof. Dr. Hibaoui (Zentrum für Islamische Theologie, Tübingen) den aus dem islamischen Glauben an die Barmherzigkeit Gottes sich ergebenden Auftrag, sich dem Mitmenschen unterstützend (seelsorglich) zuzuwenden. An diese auch im christlichen Kontext bedeutsame Beschreibung des Wesens Gottes knüpfte Prof. Dr. Roser (Seminar für Praktische Theologie, Münster) in seiner Replik an. Er betonte die Bedeutsamkeit der grundsätzlichen Bereitschaft zum Dialog anstelle eines generellen gegenseitigen Misstrauens. Neben den Gemeinsamkeiten wurden auch Unterschiede in Theologie, Begrifflichkeiten und praktischer Umsetzung deutlich, so dass es reichlich Anknüpfungspunkte für eine Fortführung des gegenseitigen Wahrnehmens, Hörens und Diskutierens gibt. Der Dialog wird in weiteren Veranstaltungen fortgesetzt werden.

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