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Rüdiger Hauth gestorben

Weithin anerkannter Sekten-Experte

Rüdiger Hauth, langjähriger Beauftragter für Sekten und Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche von Westfalen, ist tot. Wie jetzt bekannt wurde, starb er am 31. Dezember im Alter von 75 Jahren in Hamburg.

Dr. Rüdiger Hauth war weit über Westfalen hinaus ein anerkannter und gefragter Experte auf dem umfangreichen und vielschichtigen Gebiet der Sekten und religiösen Sondergemeinschaften. Er beobachtete die geistigen, religiösen und weltanschaulichen Strömungen und gab dazu Informationen und Einschätzungen an Einrichtungen und Organisationen in Kirche und Gesellschaft. Als Seelsorger hat er auch Familien und Einzelpersonen begleitet, die von Sektenaktivitäten betroffen waren.

Rüdiger Hauth, 1940 in Stettin geboren, studierte Theologie in Berlin, Göttingen, Hamburg und Münster. 1968 kam er als Vikar an das damalige Volksmissionarische Amt der westfälischen Landeskirche nach Witten, wo er mit der »Beobachtung von Sekten« betraut wurde. Zwischenstationen als Vikar waren Birmingham/England, Bochum und Dortmund, dann als Pastor im Hilfsdienst die Kirchengemeinde Witten-Stockum und wieder das Volksmissionarische Amt – das heutige Amt für missionarische Dienste (AmD). Ab 1982 war er der westfälische Beauftragte für Sekten und Weltanschauungsfragen. 1987 promovierte er in Aarhus/Dänemark mit einer Arbeit über den Mormonen-Tempel zum Doktor der Theologie. Im Ruhestand ab 2005 war Pfarrer Hauth für die EKvW zunächst noch ehrenamtlich in seinem Fachgebiet engagiert.

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