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Preisträger des Wettbewerbs »Kirchengebäude und ihre Zukunft« stehen fest

Raum der Stille in Bochum überzeugt Jury

BOCHUM - Bei sinkenden Gemeindegliederzahlen, veränderten Nutzungsanforderungen und hohen Kosten für Instandhaltung und Betrieb stehen viele Gemeinden mit Blick auf ihren Gebäudebestand vor großen Herausforderungen. Gemeinden werden zusammengelegt, Kirchen werden geschlossen.

Dass es auch anders geht, zeigen die Ergebnisse des bundesweiten Wettbewerbs »Kirchengebäude und ihre Zukunft« der Wüstenrot Stiftung. Unter den 291 Einsendungen sind viele Beispiele dafür zu finden, wie Kirchen und Gemeindezentren trotz schwieriger Rahmenbedingungen erhalten werden können. Zwei gleichwertige erste Preise gehen an die evangelische Kirche in Bochum-Stahlhausen und an die katholische Heilig-Geist-Kirche in Olpe.

Die Bochumer Friedenskirche ist zu einer Begegnungsstätte für den Stadtteil Stahlhausen umgebaut und erweitert worden. Der ehemalige Kirchraum wird nun als Veranstaltungsraum genutzt. Ein Teil des ehemaligen Kirchraums ist als »Raum der Stille« abgetrennt und umgebaut worden. Er kann von Menschen mit unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung genutzt werden. Dabei bleibt die christliche Motivation präsent, ohne sich aufzudrängen.

So ist unter der Federführung von Soan Architekten (Bochum) gemeinsam mit dem Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe ein partnerschaftliches Pilotprojekt für ein attraktives Stadtteilzentrum entstanden, dessen sozialer Charakter mit der konkreten städtischen Situation korrespondiert. Das Baureferat der Evangelischen Kirche von Westfalen hatte die Bauberatung übernommen.

Die beiden herausragenden Beispiele aus Bochum und Olpe sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

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