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Altarbibel mit handschriftlicher Widmung von Präses Annette Kurschus

Luther für alle

Die 501 Gemeinden der Evangelischen Kirche von Westfalen erhalten die Lutherbibel 2017 als neue Altarbibel - mit handschriftlicher Widmung von Präses Annette Kurschus.

Fast tausend Exemplare des 28 mal 18,3 Zentimeter großen und in silbergraues Leinen gebundenen Buches werden zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar verschickt. 500 Jahre nach der Reformation wurde Luthers Bibelübersetzung gründlich revidiert. Das Erscheinen der Lutherbibel 2017 ist ein Höhepunkt des Reformationsjubiläums. Über fünf Jahre lang haben rund 70 Theologinnen und Theologen gemeinsam mit anderen Fachleuten den Text überarbeitet. Ziel war es, nach der Revision von 1984 eine größere sprachliche Genauigkeit herzustellen und gleichzeitig der Sprachkraft Martin Luthers gerecht zu werden. »Luthers Sprache verbindet auf unvergleichliche Weise Theologie und Poesie, Sorgfalt und Kreativität, Bilder und Klang miteinander«, erklärt Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Persönliche Übergabe in Herford, Dortmund, Dorsten und Westheim

In vier ganz unterschiedlichen Gemeinden überreicht die Präses dann die neue Altarbibel persönlich. Am 11. Dezember im Herforder Münster, wo Annette Kurschus im Festgottesdienst predigt. Am 1. Februar 2017 wird in der Immanuel-Kirche Dortmund-Marten der Schauspieler Harald Schwaiger aus der Bibel lesen. Im Gemeindezentrum Barkenberg in Dorsten gibt es am 2. März einen Vortragsabend mit Landessuperintendent i.R. Dr. h.c. Gerrit Noltensmeier zum Thema: »›Was Dolmetschen für Kunst und Arbeit sei...‹ Erfahrungen und Einsichten bei der Revision der ›Lutherbibel‹«. Noltensmeier hat dem Expertenteam angehört, das mit der Revision betraut war. Im Festgottesdienst in der Erlöserkirche Westheim, Kirchengemeinde Marsberg/Sauerland, wird am 9. April wieder Präses Kurschus predigen. Neben den Printausgaben steht auch die App zur neuen Lutherbibel zum Download für iOS und Android-Geräte bereit. Die Besonderheit: App und Übersetzung können ein Jahr lang kostenlos heruntergeladen werden. Zur EKvW gehören 846 Kirchen und Kapellen. Insgesamt gibt es – mit Gemeindezentren - 1.053 Gottesdienststätten. Das Reformationsjubiläum 2017 steht in Westfalen unter dem Motto: »Einfach frei«. Die Kampagne will die Botschaft der Freiheit, die Gott ohne Vorbedingung schenkt, sichtbar und hörbar machen. Verbunden ist damit der Hinweis auf den einmaligen Feiertag am Reformationstag, 31. Oktober 2017. An diesem Tag vor 500 Jahren hat Martin Luther seine Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlicht. Daraus entwickelte sich eine starke Bewegung, aus der die evangelische Kirche entstand. Der 31. Oktober 1517 gilt als Ausgangspunkt der Reformation. (Pressemitteilung 68/2017)
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