Unsere aktuellen Nachrichten
auf einen Blick
Westfälische Landeskirche präsentiert neuartiges Instrument des Klangkünstlers Erwin Stache

Kuckucksuhr + Orgelpfeifen = Kuckucksuhrenorgel

Aus zwei mach eins: Ab Freitag (12. Mai) wird in der Schwerter St.-Viktor-Kirche ein neuartiges Musikinstrument zu hören sein: die Kuckucksuhrenorgel, eine Kombination aus Kuckucksuhr und Orgelpfeifen. Der Klangkünstler Erwin Stache (Beucha/Leipzig) gestaltete sie im Auftrag der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zum 500. Reformationsjubiläum 2017.

Der Kuckucksruf ist seit Jahrhunderten bis heute Gegenstand zahlreicher Vertonungen der klassischen Konzertmusik und damit ein beliebtes Motiv in Werken für Orgel und unterschiedliche Instrumental-Ensembles. Mit der Kuckucksuhr hingegen verbindet sich oftmals das Bild eines Kitschobjektes mit vielen Verzierungen. Sie ist aber auch ein Klangobjekt mit zwei Orgelpfeifen oder elektronischen Tönen.

Und so funktioniert’s: Die Kuckucksuhrenorgel des Klangkünstlers Erwin Stache besteht aus mehreren Uhren. Davon hat jede zwei andere Töne, so dass bei entsprechender Koordination Melodien gespielt werden können. Über Blasebälge werden Orgelpfeifen mit Wind versorgt, die nicht versteckt in der Uhr untergebracht, sondern außen am Gehäuse montiert sind. Die Uhren sind elektronisch vernetzt, die Vögel müssen sich quasi »absprechen«, wann die Tür zu öffnen ist und welchen Ton sie singen müssen. Aufgrund der abwechslungsreichen Türaktionen entsteht eine amüsante Geschäftigkeit der Kuckucke, die ja jeweils nur zwei Töne besitzen und diese im richtigen Zeitpunkt zu singen haben und sich auch noch ständig bewegen müssen. Die musikalische Aktion wird so mit viel Witz und Humor auch zu einem theatralischen Erlebnis. Das Repertoire reicht vom Choral »Ein feste Burg ist unser Gott« bis zu klassischen Werken von Georg Friedrich Händel, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart.

Die Kuckucksuhrenorgel reist im Jahr 2017 durch die westfälische Landeskirche: Der Startpunkt des Projektes ist Schwerte an der Ruhr (12. bis 28. Mai) in der St. Viktor-Kirche, Am Markt. Anschließend wird sie u.a. noch in Gelsenkirchen (Anfang Juli), Iserlohn (Anfang September) und Siegen (Mitte September) zu sehen und zu hören sein.

Die drei Kuckucksuhrenorgel-Konzerte in Schwerte:
•»Recital quoo.koo« am Sonntag, 14. Mai, um 16 Uhr (in Kooperation mit dem Ruhrstadt Orchester), unter anderem mit der Uraufführung des Stücks »quoo.koo!!« für zwei Gitarren und Flöte von Jovan Pesec
•»Zoologisches Orgelkonzert – Geflügeltes und nicht Geflügeltes« am Sonntag, 21. Mai, um 17 Uhr
•»Concerto il cucù: Vogelstimmen in der Musik«, ein Konzert für Violine und Klavier, am Sonntag, 28. Mai, um 17 Uhr
(Pressemitteilung 34/2017)

Zurück
Datum: 11.05.2017